Grenzen überwinden mit unseren Water Integrity Solutions

Wir verbinden Sprachen und Kulturen ebenso nahtlos wie Technologie und Teamwork – und das zeigt uns, dass es keine Grenzen gibt, sondern nur ein gemeinsames Ziel. Ende Juni reisten wir nach Arnhem in den Niederlanden. Warum? Weil unser neuestes Pilot Tool 500UT V1.0 dort erstmals zum Einsatz kam. Ein umfassendes Ultraschallmesssystem, das zusätzlich mit standardmäßiger Leckageerkennung, XYZ-Gyrosystemen, Druck- und Temperatursensoren sowie einem Trackingsystem ausgestattet ist – das macht unser Tool so besonders. 

 

Water Test in Arnhem

„Die Vorbereitung auf diesen Auftrag war intensiv und hat unser Team zu neuen Höchstleistungen angespornt, als wir die Inspektion einer kritischen 1.245 Meter langen Rohrleitung angegangen sind“, erklärt Berry Krijbolder, Leiter New Business Development Water Integrity Solutions. Schließlich handelt es sich nicht um irgendeine Rohrleitung: Sie ist ein wichtiger Bestandteil des örtlichen Abwassersystems der rund 170.000 Einwohner zählenden Stadt und besteht aus einem Gemisch aus Asbestzement (AC), glasfaserverstärktem Epoxidharz und Gusseisenstücken.

Um 10 Uhr morgens ging es los. „Uns war klar, dass wir die Aufgabe nur mit Teamwork und Expertise bewältigen können“, sagt Berry. Und es wurde anspruchsvoll: Das Datenvolumen eines einzelnen Tests betrug beachtliche 16,9 GB – essenziell für unsere nächsten Schritte bei Auswertung und Berichtserstellung. Besonders spannend war auch, dass ein Teil dieses Druckrohrs noch in diesem Jahr ausgetauscht wird. „Abschnitte der AC-Rohre werden mit Unterstützung der TU Delft mithilfe von Computertomographie (CT) gründlich gescannt, damit wir ausgewählte Stellen detailliert untersuchen können“, erläutert Berry. So können wir die Auswaschung von Zement an diesen Stellen bewerten. Mithilfe der CT-Daten sind wir in der Lage, unsere Tools und Algorithmen weiter zu verfeinern, um komplexe Probleme besser zu diagnostizieren und zu lösen.

Zweck der Studie:
Diese Studie baut auf dem Test von Rioned am Institut für Unterirdische Infrastruktur Gelsenkirchen auf, bei dem wir erfolgreich Stahl- und Kunststoffrohre geprüft haben. Die niederländischen Wasserverbände und Kommunen, die Mitglieder der Organisation Rioned sind, wollten auch die Ergebnisse der Inspektionsmöglichkeiten für AC-Rohre (Asbestzementrohre) sehen. AC ist ein sensibles Produkt, das das ICT nicht in seiner Prüfhallte haben wollte. Die Gemeinde Arnhem, eine von vielen Kommunen, die AC-Rohre verwenden, stellte ein betriebsbereites AC-Rohr zur Verfügung. Die Ergebnisse dieser Studie werden daher Ende dieses Jahres an alle Mitglieder von Rioned verteilt. Dort können Sie dann die Resultate der verschiedenen Teilnehmer einsehen.

Aktueller Stand der Auswertung: 
Wir beginnen derzeit mit der Analyse beider Datensätze. Im Fokus steht vor allem ein Bereich von 200 Metern Rohrleitung, der ersetzt werden soll. Teile davon werden mit dem CT-Scanner der TU Delft untersucht. Mit dem Feedback aus den Daten können wir unser UT-Tool und den Algorithmus verbessern.

„Die intensive Vorbereitung und die hochmoderne Technologie unseres Pilot Tool 500UT V1.0 ermöglichten uns die erfolgreiche Inspektion dieser komplexen Rohrleitung. Das war Teamwork auf höchstem Niveau“, fasst Berry den Erfolg zusammen. Dieser Einsatz zeigt erneut die Bedeutung von Zusammenarbeit sowie Wissens- und Kompetenztransfer. Durch die Kombination unserer technischen Expertise mit der Unterstützung unserer Partner entwickeln und implementieren wir innovative Lösungen, die die Integrität von Wassersystemen sicherstellen.

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